Thema: Frieden und Frauen

Zur Delegiertenkonferenz der LandesschülerInnenvertretung (LSV) werden am kommenden Wochenende in Köln mehr als 100 Schülerinnen und Schüler aus allen Landesteilen erwartet. Die Themenschwerpunkte: Die Rolle der Bundeswehr in den Schulen und die Verwirklichung der Gleichberechtigung durch die Beibehaltung der Quotenregelung für Frauen.

(Bild: Landesvorstand bereitet die LDK auf der letzten Vorstandssitzung vor.)

 


Beide Themenkomplexe werden in den Schulen lebendig und kontrovers diskutiert. Die gesellschaftliche Auseinandersetzung zeigt sich dabei nicht nur in den Medien, sondern bis hinein in den Unterricht. Die Zahl der Schulen, die Krieg nicht mehr als Ausdruck einer friedensstiftenden Politik betrachten wird immer größer. Die Folge: Die Bundeswehr ist zunehmend an Schulen unerwünscht, weil ihre Einsätze etwa in Afghanistan auf vehementen Widerspruch stoßen.

 

Den Delegierten geht es aber nicht nur um eine Auseinandersetzung über die Verlängerung des „Afghanistan-Mandats“ durch eine Mehrheit im Bundestag. Es geht ihnen auch darum, wie die Bundeswehr gesellschaftliche Probleme nutzt, um durch die „Hintertür“ auf Schulhöfe und in Klassenzimmer zu kommen: Es fehlen für Schulabgänger Tausende von Ausbildungsstellen in allen Bundesländern. Die Bundeswehr hat aber auf unterschiedlichen Niveaus eine ganze Palette im Angebot. Das Basteln an Panzern und der Besuch auf dem Schleudersitz des Tornado-Kampfjets sind für viele Jungen attraktiv. Der Landesvorstand der LSV erwartet daher in Köln eine rege Debatte. 

Hilft die Quotierung, um Schülerinnen und Schüler gleichberechtigt an Politik teilhaben zu lassen? – Diese Frage – bezogen auf Frauen in Führungspositionen – und verschiedene Ansätze zu ihrer Beantwortung bestimmen nicht nur das Verhältnis zwischen den Bundesministerinnen Ursula von der Leyen und Kristina Schröder, die Diskussionen in den DAX-Vorständen, sondern auch die Beratungen in der Landesdelegiertenkonferenz. Dabei geht es in Köln sowohl um inhaltlich Aspekte als auch um Überlegungen, wie mit dem eigenen Statut umgegangen wird.